Hallo!

Meine Leidenschaft für gutes Essen begann schon früh. Ich bin auf dem Land aufgewachsen, in einem winzigen Bauerndorf in Niedersachsen. Für meine Großeltern war es normal Lebensmittel herzustellen, mein Großvater war Schlachter und Metzger, meine Großmutter eine großartige Köchin. Ihre zwei großen Gärten waren gefüllt mit Gemüse und Früchten, die im Frühling gepflanzt und im Spätsommer geerntet wurden, um dann für den Winter konserviert zu werden. Als Kind liebte ich es, mir die Einmachgläser im Keller anzuschauen und war besonders glücklich, als meine Oma sonntags ein Glas mit süßen und saftigen Pflaumen öffnete um einen Blechkuchen zu backen. Wie jedes andere Kind aber war ich natürlich ein unfassbarer Frevel und habe den Gemüseeintopf, den meine Oma so oft und gern gekocht hat, mit Ketchup „verfeinert“. Natürlich war mein Ommi „not amused“. 

 

Jahre später wurden mir von Freunden der Titeln "Mamma Gigi" verliehen, weil ich als Studentin völlig vom Pasta-Wahn infiziert wurde und darauf bestand, Nudeln ausschließlich selber zu machen. Irgendwann verfeinerten sich meine Geschmacksknospen und dadurch auch meine eigene Küche. Ich sparte mein kleines Einkommen als Studentin, um mir ab und an die günstigeren Mittagsmenüs in Michelin-Restaurants zu gönnen. Im Grunde habe ich mich also schon daran gewöhnt, alleine auswärts zu essen, da ich einfach keinen meiner Freunde dazu bringen konnte, mit mir zu kommen und viel Geld für drei Gänge auszugeben. Zum Glück hat sich das mittlerweile geändert.

 

Einige Jahre später besuchte ich Supper Clubs und organisierte sogar meinen eigenen. Dazwischen begann meine berufliche Karriere im Journalismus. Meine erste Stelle nach der Uni war bei einem Radiosender, gefolgt von einer lehrreichen Zeit als Co-Regisseurin eines Dokumentarfilms für das öffentlich-rechtliche Fernsehen, gefolgt vom Schreiben für Zeitschriften, bis ich schließlich Pressesprecherin für Fluggesellschaften wurde. Meine Leidenschaft für das Kochen wurde immer größer als ich auf Reisen ging - für meine Arbeit und zum Vergnügen. Schließlich habe ich 2012 meinen früheren Job gekündigt und mein neues Leben begonnen. Und jetzt mache ich tatsächlich das, was ich liebe: Reisen, Kochen und Essen - um meine kulinarischen Abenteuer in allen möglichen Formen zu dokumentieren. Bon Appetrip!