BESTE TISCHE: AUGUST 2026

Restauranttipp für Berlin: PALA

© Bonappetrip / Angelika Schwaff

Schon so oft hatte ich mir vorgenommen, hier endlich mal vorbeizuschauen, vor drei Wochen klappte es schließlich. Das PALA ist ein kleines, gemütliches griechisches Café in der Gaudystraße, das von 10 bis 16 Uhr einen richtig feinen Brunch serviert. Vieles basiert auf Rezepten von den Großmüttern der BesitzerInnen. Und auch wenn das erst mal nach Klischee klingt: Es schmeckt hier wirklich nach der puren Kochliebe einer griechischen Omi! Ich hatte das Briam, einen fantastischen traditionellen Gemüseauflauf mit Feta. Die Portion war so reichlich, dass ich sie kaum geschafft habe. Reservieren muss man nicht, und der Service ist unvergleichlich nett. Ein richtig schöner Wohlfühlort!

PALA, Gaudystraße 1, 10437 Berlin

 

Restauranttipp für Berlin: Rram

© Bonappetrip / Angelika Schwaff

An der quirligen Torstraße hat mit dem Rram einer der aktuell heißesten Hotspots eröffnet. Hinter dem Laden steckt Don Santanaviboon, der einst für das Tossakan oder Maiyarap verantwortlich war. In allen Läden, für die Don verantwortlich war und ist, kann man einfach richtig gut thailändisch essen. Eines vorweg: Alle unsere Teller waren am Ende komplett leergeputzt und wir mussten noch mal nachbestellen, weil schlichtweg alles bombenmäßig lecker, aroy, geschmeckt hat! Standard-Klassiker wie (aus meiner Sicht ultralangweiliges) Pad Thai sucht man hier vergeblich. Stattdessen bringt Don mit seinem jungen Team echte thailändische Küche auf den Tisch, angelehnt an historische Rezepte der Großeltern-Generation. Das Konzept setzt voll auf Samrub: Die Gerichte werden geteilt und greifen perfekt ineinander. Süße fängt Schärfe ab, Säure nimmt die Schwere, und der für mich besonders erfreulich beherzte Einsatz von frischen Kräutern gibt den intensiv gewürzten, oft leicht rauchigen Gerichten eine geniale Frische. Der Service war super nice und der Laden proppenvoll. Einziges Manko (das aber vielleicht auch nur halbschwerhörige Menschen wie mich stört): Es war ultra laut, sodass ich mein Ohr gefühlt direkt vor die Münder meiner Mitessenden stecken musste. Na ja, was soll ich sagen? Ich bin Anfang 50, der Lack ist ab!

Rram, Torstraße 173, 10115 Berlin

 

Restauranttipp für Berlin: Monti

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Pizza geht per se immer, si si … Wenn ich könnte, würde ich sicherlich einmal die Woche eine verdrücken. Aber es darf zur Abwechslung ja gern auch mal was anderes als immer nur Neapolitanisch sein! Daher bin ich ultimo froh, dass das Monti in der Fichtestraße neu eröffnet hat. Dahinter stecken Renate Dengg und Max Setrak, die Köpfe hinter dem Kreuzberger Kult-Österreicher Jolesch und der Rotisserie Weingrün, die für mich zu den besten Gastgebern der Stadt gehören. Im Monti hat Tochter Carla die operative Leitung vor Ort übernommen und hat mich mit dem berühmten Charme ihrer Eltern liebevoll und köstlich durch den Abend gebracht. Serviert wird herrlich dünne römische Pizza mit 72 Stunden gereiftem Teig, der extrem knusprig gebacken wird. Geteilt wird mit einer Schere. Meine Freundin mit Mitesserin Nina und ich waren schwer begeistert. Wir wollen demnächst mit mehr Leuten wiederkommen, um die Karte einmal hoch und runter zu essen. Ach und auch schön: Dazu gibt es eine wunderbare Terrasse, die sich wie ein kleines, ruhiges Kleinod mitten im Kiez anfühlt.

Monti, Fichtestraße 32, 10967 Berlin

 

Restauranttipp für Berlin: Breda

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Ganz, ganz oft läuft es in Berlin ja so ab: Die gesamte Food-Szene fällt innerhalb von drei Wochen in das eine neue Restaurant ein und mein Instagram-Feed sieht aus, als gäbe es absolut nichts anderes mehr auf der Welt. So war das auch beim Breda. Hinter dem stylischen Spot stehen übrigens Manuel Pinciroli, Lu Leisering und Silvan Frick, die man bereits von der gefeierten Espressobar Pinci in Mitte kennt. Das Hype-Potenzial macht mich ehrlich gesagt immer etwas skeptisch, weshalb ich lieber abwarte, wie viel Feuer nach den ersten Wochen noch brennt. Vorvorgestern war ich dann aber selbst da. Wir waren zu viert, konnten uns quer durch die italienisch-mediterrane Karte probieren und heidiwitzka, war das lecker! Die Qualität der Zutaten ist von der Olive bis zum Salatblatt schlicht irre. Dazu hatten wir den entzückendsten und aufmerksamsten Kellner aller Zeiten (ich habe mich kurz gefragt, ob der vielleicht gar nicht aus Berlin kommt?). Einziger Mini-Kritikpunkt: Die Portion vom Adlerfisch hätte ruhig doppelt so groß sein können. Aber sonst: tutto bene! Ich werde hier noch sehr, sehr oft sitzen.

Breda, Paul-Lincke-Ufer 42, 10999 Berlin

 

restauranttipp für BerliN: 136

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Neulich habe ich noch ein bisschen rumgemault, dass man in Berlin (anders als in meinem so geliebten Paris) einfach nicht mehr herrlich gediegen für schmaleres Geld mittags essen gehen kann. Nun ja: Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil! Im 136 in der Linienstraße geht genau das nämlich ganz hervorragend. Hinter den Herdfeuern steht Matias Diaz Silva, der eine extrem spannende Bridge-Küche zaubert: Seine chilenischen Wurzeln treffen auf präzises französisches Handwerk und asiatische Umami-Akzente. Beim Lunch-Menü bekommt man diesen gehobenen, kreativen Fine-Dining-Spagat überraschend bodenständig und absolut bezahlbar (2 Gänge Mittags für 19,90 !!!!!) serviert. Wunderschönes, elegantes Ambiente, richtig guter Service und auf dem Teller eine absolute Punktlandung.  Schön, wenn man sich so lecker irrt!

136, Linienstraße 136, 10115 Berlin

restauranttipp für BerliN: Cookies Cream

© Bonappetrip / Angelika Schwaff

Das Cookies Cream ist in Berlin natürlich eine absolute Institution, keine Frage. Ich war keineswegs zum ersten Mal hier, lange, leckere und unvergessliche Abende habe ich in dieser Legende von Restaurant schon verbracht. Und natürlich habe ich bei meinem ersten Besuch, damals vor gefühlt 400 Jahren (Oma erzählt vom Krieg) den versteckten Eingang (über den Lieferanten-Hinterhof des Westin Grand Hotels) nicht auf Anhieb gefunden. Lol. Nun steht mit Küchenchef Patrick Ziegert ein neuer Kopf an den Töpfen, der den vegetarisch-veganen Pioniergeist der Berliner Sterne-Instanz mit enormer Präzision und eigenen Impulsen weiterführt. Grund genug für eine Einladung zum Pressedinner, um die neuen Gerichte zu probieren. Man wählt zwischen vegetarisch und vegan, also entschieden meine Begleitung und ich uns für jeweils eine Variante. Und was soll ich sagen? Meine weit gereiste Freundin Inge (ebenfalls Journalistin, begnadete Köchin und Vollblut-Gourmet) und meine Wenigkeit waren schlichtweg ÜBERWÄLTIGT! Jeder Bissen ein absolutes Fest; die Vielfalt und Kreativität, mit der hier gearbeitet wird, hat uns komplett umgehauen. Für mich gab es dazu die fantastische, größtenteils hausgemachte alkoholfreie Getränkebegleitung. Und dazu der wohl entzückenste Service aller Zeiten! Grüße gehen raus! Riesige Empfehlung! Ich werde garantiert noch dieses Jahr privat zurückkehren.

(Pressedinner / Einladung)

Cookies Cream, Behrenstraße 55, 10117 Berlin

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BESTE TISCHE: Juli 2026